Über mich, Hans-Peter

Geboren 1967, im „Summer of Love“, habe ich dieses Lebensgefühl wohl schon mit der Muttermilch aufgesogen. Seit ich zurückdenken kann, fasziniert mich diese Zeit, die Musik, die Ideale der Hippiebewegung. Mit der politischen 68-er Generation hatte ich allerdings nie was am Hut.

Prägend für meinen Weg waren vor allem die Reisen nach Asien. Namentlich Indien löste eine wahre Bewusstseinsexplosion in mir aus. Vor allem gab mir dieser Gegensatz hohen spirituellen Wissens und der unvorstellbaren Armut eines Großteils der Bevölkerung sehr zu denken. In Indien sind die Menschen spirituell sehr hoch entwickelt, doch das Land versinkt im Chaos, erstickt langsam am eigenen Dreck und ist hoffnungslos überbevölkert. Leben in Indien ist eine Aneinanderreihung von Katastrophen.

Im Gegensatz dazu erlebte ich eine Welt in der Schweiz, welche wohlgeordnet und perfekt funktionierte. Das Land sorgte für seine Bewohner, Wohlstand wohin das Auge blickte. Allerdings schien es mir, dass die Menschen dafür spirituell in einem Vakuum lebten. Sie hatten sich aus dem starren Korsett der Kirche befreit, und die Wissenschaft, die Aufklärung, zeigten eine ganz andere Sicht der Dinge. Aber es war eine sinnlose Weltanschauung, alles nur Zufall, entstanden aus einem Ur-Knall, ohne tiefere Bestimmung. Wenn man an ein Leben ohne tieferen Sinn glaubt, wenn man denkt, nur ein Produkt eines verrückten Universums zu sein, dann kann man auch nicht mehr vertrauensvoll nach Innen blicken, denn da lauert nur das unberechenbare Unterbewusstsein mit seinen verdrängten Schattenthemen.

Für mich sind also diese beiden Kontinente wie die beiden Pole von Ying und Yang. Beide Teile für sich alleine stehend sind unvollständig. Die Lösung ist die Verbindung dieser Welten, das wurde zu meiner Bestimmung. Naheliegend also, dass ich eine Asiatin heiratete. Mein Sohn, der vor 10 Jahren geboren wurde, ist ein quicklebendiger Ausdruck dieser Verbindung und erfüllt mich jeden Tag wieder mit großer Freude. Ich bin ganz aufgegangen in meiner Vaterrolle.

Mein Weg führte mich immer mehr nach innen, und ich wartete viele Jahre darauf, dass es endlich an der Zeit ist, und dieses Wissen an die Öffentlichkeit kann. Jetzt, nach 50 Jahren Lebenszeit, ist endlich der richtige Zeitpunkt gekommen. Ich habe zwar keine akademischen Titel, aber dafür verfüge ich über eine tiefgründige Herzensbildung, gepaart mit einem verständnisvollen, aufgeklärten Verstand.

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